Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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ufſchluß

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über vieles Unverſtändliche im Briefe ihres Vaters erwartete.

Sophie Wohlgemuth ſchrieb:

„Mein theures Kind!

„Mein Gatte bringt Dir ein Brief⸗Paquet von höchſter Wichtigkeit. Der Brief Deines Vaters ſollte auf anderm Wege in Deine Hände kommen, den Brief des wackern Jünglings brachte mir ein zuver⸗ läſſiger Bote, der ihn aus der Hand ſeiner Mutter empfangen hat.— Alle dieſe muthigen Männer, auch mein Gatte, gehören der großen Verbrüderung der Guten und Tugendhaften, die, durch ganz Deutſch⸗ land verbreitet, den einen Zweck verfolgt, das be⸗ drängte Vaterland von der ausländiſchen Zwingherr⸗ ſchaft zu befreien.

„Jeder opfert dieſem Zweck ſein ganzes Ich, ſeine ganze Kraft. Zwei Männer, meinem Herzen theurer als mein eignes Leben, ſtehen feſt als die Opferwilligſten in dieſer erhabenen Verbrüderung voran: der Freund und Geliebte meiner Jugend, den Du in meinem Hauſe kennen lernteſt und unter deſſen Leitung Dein jugendlicher Verlobter ſteht, und nein Gatte, der ſeine bürgerliche Ehre, ſein ganzes Vermögen, ſeine ganze Stellung voll Reſignation an einen verzweifelten Wurf ſetzte.—

1856. XX. Erinner. e. Großmutter. II. 3