Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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uns, mit uns aufſtehen werden; wir müſſen verſu⸗ chen uns durchzuſchlagen, die Zeit bringt Rath! Ich ſchreibe im Mondlicht, ein Trompeter⸗Sattel iſt mein Pult, Dinte und Feder führe ich als Adjutant meines wackern Majors bei mir, ich lege dieſe Zei⸗

len in einen Brief, den einer unſrer Hußaren, der ſich

verkleidet durch die Mark nach Pommern ſchleichen will, meiner lieben Mutter zu bringen verſprochen. Bete für mich, Louiſe, mein Engel, meine theure Schutzheilige, ich werde, mag ich leben oder ſterben, Deines reinen Herzens würdig bleiben.. F. T.“

Louiſens Herz zuckte in den gewaltſamſten Auf⸗ regungen. Die Liebe des Jünglings, der jetzt den furchtbarſten Gefahren mit einem der Ritterzeit wür⸗ digen Muthe die Stirn bot, dieſe edle und heilige Liebe hatte für ſie etwas rührendes, etwas, das ihr Herz erhob, aber nicht entflammte.

Fritz Treufeldt ſtand vor ihrer Erinnerung wie ein Knabe, ſie ſelbſt erſchien ſich jetzt älter, reifer, er⸗ fahrener als der kleine bleiche Fähnrich mit dem Maͤdchengeſicht und den dunkeln ſchwärmeriſchen Au⸗ gen. Sie betete für ihn, wie für einen theuren lieben Bruder, verwahrte ſorglich ſeinen Brief, und las dann den ihrer Tante, von dem ſie Aufſchluß

1 höchſte auf e Brief läſſige empfa auch der G land dräng

ſchaft

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