Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rief aus zer Zeit Deines ſich Dir

zem eine mlernen, orgekom⸗ nel St. ich für m Glüůck doch auch benswür⸗ ie mache. tſchlands eiten ihre erzen be⸗

Es be⸗ erpfändet. en kenne, faßt, eine reiche ſei. iem Her⸗

iſt ſicher⸗

3⁵

lich eines der erhabenſten Gefühle, die die arme Erde hervorbringt. Du biſt die Heilige, das Palladium, der Schutzengel des ritterlichen Jünglings und zu⸗ gleich der Gegenſtand aller ſeiner irdiſchen Hoffnun⸗ gen und Träume.

„Darf ich Dich, Dich, meine Louiſe, ermahnen, des Kleinods dieſer ſchönen Liebe werth zu bleiben? Du beſitzeſt ein edles, frommes Herz, eine ſtarke ſanfte und muthige Seele, ich weiß dieß, mein Kind, aber ich weiß auch, daß Du Deinen jungen Verlob⸗ ten nicht in gleicher Weiſe liebſt, wie er Dich, und ich weiß, daß Verſuchungen uͤber Dich kommen wer⸗ den, ſtark genug, um auch ein kräftig Herz wanken zu machen.

„Laß Dich nicht irre machen und in Verſuchung führen durch andere Stimmen, die im Herzen des Weibes erwachen und von großem Einfluß ſind. Verſchenke Dein Ich nicht aus plötzlich erwachender Leidenſchaft, verſchenke es aber auch nicht aus Mit⸗ leid, Furcht, oder falſch verſtandenem Pflichtgefühl.

„Die Tage der Prüfung nahen für Dich heran, Gott ſtärke Dich in denſelben.

„Ueber Deine Herzensangelegenheiten, Deine Freier, über Euer Leben im Hauſe kannſt Du mir durch die Poſt offen und ohne Zwang ſchreiben, nie

3