Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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ſagte er,„Sie reden, Magiſter, wie Sie es verſtehen. Das müßte denn doch ein Schwächling von einem Mann ſein, der die Liebe eines jungen Mädchens nicht ſollte erringen können. Ich habe mein Leben daran geſetzt, mir ein Gluͤck zu erſchaffen wie ich es mir wünſche, ich habe tauſend große und kleine Opfer dieſerhalb gebracht, der Erfolg wird und ſoll und kann nicht ausbleiben.“

„Opfer?“ ſagte der Magiſter lachend,„welche Opfer denn? haben Sie einer Liebelei, einem Ver⸗ gnügen entſagt wegen Ihrer Paſſion für Louiſe Wohlgemuth? oder vielmehr wegen Ihres tollen Vorſatzes ſich ein Kind zur Fran heran zu bilden; denn Paſſionen haben Sie nur für ausgewachſene Frauenzimmer; ich möchte wahrhaftig wiſſen, was Sie eigentlich Opfer zu nennen belieben?“

„Das kann Ihnen gleichviel ſein, Magiſter, glauben Sie indeß, daß ich zum Beiſpiel Jahre lang auf dem Lande am Ende der Welt ausgehalten, wenn mich das Mädchen nicht gefeſſelt hätte? glauben Sie, daß ich das Leben in der Reſidenz, das mir jetzt wieder offen ſteht, nicht zehnmal dem Leben in dieſem Neſte vorzöge, wenn ich es nicht um Louiſens willen thäte? Wozu indeß mit Ihnen darüber ſtreiten? Ich ſpiele jetzt eine neue Rolle meinem ſüßen Kinde