ſich einen kleinen Laquai, deſſen Dienſte— ſo wollte er es— auch ſeinen Hausgenoſſen zu Gute kommen ſollten; denn Louiſe hatte, nachdem ſie ihre Ausgaben und Einnahmen überrechnet, der Mutter begreiflich gemacht, daß man nur ein Mädchen für alle im Hauſe nothwendigen Verrichtungen miethen könne.
Muhme Elsbeth erklärte nun zwar, daß ſie entſchloſ⸗ ſen ſei, alle Arbeit allein zu thun. Louiſe aber kannte ſehr genau die Arbeitskraft der Alten, wußte auch wie viele Hilfsleiſtungen Mutter und Schweſter bedurf⸗ ten, was die Waͤſche, das Plätten für ſo viele Per⸗ ſonen zu bedeuten habe und miethete eine anſtändige Perſon, die ein zierliches Elbingermützchen trug und von der Frau Conſul Strombeck recommandirt wurde.
Der Präſident von Itzſtein kehrte nach Berlin zurück und ein neuer Abſchnitt begann im Leben der jungen Louiſe.
Der Reſt des Sommers und der Winter ver⸗ ging unter Arbeit und Zerſtreuungen, das verhäng⸗ nißvolle Jahr 1809 kam heran. In Elbing wü⸗ thete, wie in den meiſten Gegenden Norddeutſch⸗ lands, das von den Franzoſen zurückgelaſſene Laza⸗ rethfieber und decimirte die Familien.
Madame Wohlgemuth fürchtete ſich vor der Anſteckung auf eine Weiſe, die ihr faſt eben ſo ſehr


