— p
298
künftig was mag, ich ſtehe Ihnen zu Dienſten, meine Herren.“
„Sie ſind ein trefflicher Mann, mein lieber Wohlgemuth,“ ſagte der Präſident,„ein eben ſo lojaler Unterthan als Ihr Bruder, und Ihr Name wird neben dem Seinigen mit Dank von der Familie unſres erlauchten Fürſtenpaares, mit Dank von den Lippen unſrer erhabenen Königin genannt werden.“
„Ich thue, was mein Herz, was meine unbegrenzte anbetende Ehrfurcht für meine Königin mir befiehlt,“ entgegnete der Bankdirector.„Ich weiß, daß ich mein Vermögen, meine bürgerliche Ehre, meine ganze Exiſtenz aufs Spiel ſetze; aber ich zaudere nicht,
ſeit Sie mir die Zeilen der königlichen Frau zeigten,
die für mich Beweis genug, daß dieſe Expedition ihr Wille iſt.“
„Hat die Koͤnigin ſich herabgelaſſen, etwas Schriftliches zu geben? hat ſie das wirklich, endlich?“ fragte Herr von Schill mit flammenden Augen und zuckender Lippe.
„Mußte ſie nicht, die edle Frau?“ antwortete der Praͤſident,„mußte ſie nicht, ſo ungern ſie es auch that, um dieſen Zweifler zu beruhigen und ſich ſeiner Mitwirkung zu verſichern bei dem großen Werk, das nun beginnen kann?“
4 14


