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außer dieſem hab' ich noch ein königliches Dienſt⸗ pferd, auch ein ganz ſchönes Thier, aber Ajarx iſt verſtändig wie ein Menſch, treu wie ein Hund und ſtark und ausdauernd wie das Roß eines Arabers. Ajax iſt treu, hat Füßchen fein wie eine Dame, ei⸗ nen ſchlanken Hals, einen zierlichen Kopf und große braune feurige Augen. Er kennt mich, wenn ich nur in den Stall trete, und wiehert und frißt aus meiner Hand Brodt, Zucker und Hafer. Er folgt mir wie ein Hund, wenn ich ihn loshalftere, und küßt mich und legt ſeinen ſchönen Kopf an meine Wange, wenn ich mit ihm ſpreche.
„Ich fuͤrchte mich nicht, meine liebe Freundin, daß Du es Unrecht findeſt, wenn ich ſo viel von meinem Pferde zu Dir ſpreche. Pferd und Reiter müſſen wie zwei Freunde mit einander ſein, und das Leben, ja die Ehre des Reiters hängt oft von ſeines Pferdes Klugheit und Treue ab; und nicht wahr, Du liebe Louiſe, alles das iſt Dir wichtig und in⸗ tereſſant, was für mich Wichtigkeit und Intereſſe hat? Zudem biſt Du ja ein Landmädchen und eine ſo große Thierfreundin. Kannten Dich doch alle Läm⸗ mer und alle Kälbchen auf Eurem ſchönen Gute.— O Du arme, arme Louiſe, das haſt Du alles ver⸗ laſſen müſſen, alles, auch Deinen alten Freund Gott⸗ 1856. XIX. Erinner. e. Großmutter. I. 19


