Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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warmes Intereſſe einflößt, obgleich ſein ſarkaſtiſches Weſen nicht für ihn einnimmt.“

„Das Mädchen wird ihrer erſten Liebe treu bleiben,“ meinte Herr von Schill,„des Weibes Herz iſt treu, das liegt in der edlen und reineren Natur deſſelben.“

„Jeder Menſch, er ſei Mann oder Weibd, iſt ſeiner Liebe treu, ſobald er wirklich eine ſolche em⸗ pfindet; die Liebe exiſtirt wie die Sonne nur ein⸗ mal in der Wirklichkeit, alle Nebenſonnen ſind nur Scheinbilder,“ ſagte Sophie.

Herr von Schill beugte ſich und küßte die blei⸗ che Hand der ſanften Frau, und dieſe flüſterte leiſe:

„Gott ſegne Sie, Friedrich, bei allem, was Sie thun mögen, Gott laſſe Ihr Vorhaben gelingen!“

„Und wenn es nicht gelingt, wenn ich mein Leben einſetze für eine große Idee, die vielleicht noch nicht reif iſt, ſo werde ich ſterben mit dem Namen Sophie auf der Lippe und mit der Ueberzeugung, daß ich gethan was der Einzelne vermag.“

Sie legte ihre Hand auf ſeine dichten Locken und ſagte noch einmal:„Gott ſegne Sie!“

Unterdeſſen hatte Louiſe ihren Brief geleſen. Es war ein ſchöner lieber Brief. O welch ein guter

rief als

Dei