Liebe mich dem
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als
ber ſie n We⸗ ſt und Glück, rchaus bedarf ringen, enſchen unter⸗ ältniſſe er eine andere. ig und
gleich wichtig, und beide ſind, Dank ſei es der Güte Gottes, jedem Menſchen erreichbar. So iſt denn auch jedes Menſchen Glück in ſeine eigene Hand gegeben und er beſitzt davon ſtets ſo viel, als er erworben.
So ſagte ſie, und ſah dabei ſo mild und heiter aus, wie ein ſonniger Herbſttag und ich hörte ihr zu und blickte voll Liebe und Ehrerbietung in ihr ſchönes Geſicht, deſſen hohe reine Stirn Silberlocken um⸗ kräuſelten, die ſich unter dem weißen Häubchen her⸗ vorſtahlen.
Einſt, als ich auch ihr ſo gegenüber ſaß und ihre edeln Züge anſah, konnte ich lächerlicher Weiſe den Ausruf nicht unterdrücken:
„Wie ſchön müßen Sie in Ihrer Jugend gewe⸗ ſen ſein, meine verehrte Freundin.“
Sie ſah mich freundlich an und ſagte:„Da find Sie in einem großen Irrthum; obgleich aus einer durch Schönheit berüͤhmten Familie ſtammend, war ich doch niemals ſelbſt ſchön, kaum hätte man mich hübſch nennen können, ich will Ihnen das ſo⸗ gleich beweiſen.“
Sie ſchloß bei dieſen Worten einen altmodiſchen Schrank auf und nahm zwei Miniaturbilder von feiner Malerei daraus hervor, die ſie mir zeigte. Beides waren jugendliche Köpfchen in einer Friſur,


