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hatte. Nur das reizende älteſte Mädchen blieb bei der Großmama und dem Onkel, der die Kleine mit größter Innigkeit liebte. Das Weinbergshäuschen im Grunde ward nun um ſo mehr der Aufenthalt, in dem ich meine freien Stunden zubrachte, als Ma⸗ dame Treufeldt, bei der Abreiſe ihrer Kinder und Enkel, in mir und den meinen eine Art von Erſatz zu finden ſchien.
So ſchwanden die kurzen Sommermonate und der Herbſt mit den länger werdenden Abenden mit manchem unangenehm regnigten Tage, machte mir die Geſellſchaft meiner würdigen Nachbatin doppelt ſüß.
Herr Heinrich beſaß die Gabe, außerordentlich deutlich vorzuleſen, was um ſo bewundernswürdiger war, als er ſich ſelbſt nicht hörte, und mancher Abend entfloh uns heiter bei einer gewählten Lectüre.
Wir Alle zogen indeß das lebendige Geſpräch doch meiſtens den Büchern vor. Nur die Arbeiten, die ich ſelbſt unter Händen hatte, verlangte Madame Treufeldt ſtets ganz friſch von mir zu empfangen, und ſo wurde denn jedes Capitel meines: ‚Kleinſtädtiſchen Arztes“ immer gleich gemeinſchaftlich geleſen, ſo wie es aus meiner Feder floß.
Bei einem derſelben, kam denn auch die Rede auf die innere Wahrheit eines Romans. Herr Heinrich
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