3.
Den Pfeil, den fand ich nach langer Zeit Unverſehrt in einem Eichbaum weit, Und mein Lied mit all ſeiner Wonne und Luſt
Fand ich wieder in eines Freundes Bruſt.
Ich hatte einen ſehr glücklichen Nachmittag, der nur der Vorläufer vieler glücklichen und heitern Stunden war, die ich mit dieſer liebenswürdigen Familie verlebte, denn von nun an beſuchten wir uns häufig, machten große Spaziergänge mit einan⸗ der, an denen Obriſt Maidſtone und ſeine Gattin freilich keinen Antbeil nahmen, da der erſtere an den Folgen ſchwerer Verwundungen litt und nur mit Anſtrengung wenige Schritte gehen konnte, und ſeine Frau ſich keinen Augenblick von ihm trennte.
Herr Heinrich, der taube Sohn, war dagegen unſer treueſter Begleiter, und in ſehr kurzer Zeit verſtanden wir Alle vollkommen ſeine Zeichenſprache und plauderten auf dieſe Weiſe bald lachend, bald ernſt mit dem ſehr geiſtreichen und liebenswürdigen jungen Manne, den ſein Unglück nur mehr noch zum Gegenſtande allgemeiner Theilnahme machte.
Ende Juli verließ die Familie Maidſtone den
Weinberg, um in ihre Heimath Straßburg zurückzu⸗ kehren, wo der Obriſt große Familien⸗Verbindungen


