und mit einer ſehr leiſen aber unendlich wohllautenden Stimme, mir einige freundliche Worte ſagte.
Ich antwortete mit jenem verlegenen Gefühl, das man wohl immer hat, wenn man ſich nicht ver⸗ ſtändlich zu machen weiß, ward deſſelben indeß ſehr bald überhoben, denn mit einigen Bewegungen ihrer ſchlanken Finger machte Frau Treufeldt ihrem Sohne meine Worte deutlich und nach wenigen Minuten ſaß ich mit vollkommenerer Behaglichkeit im Kreiſe dieſer liebenswürdigen Familie.
Es war mir eine große Freude zu erfahren, daß ich durch meine Schriften allen Mitgliedern der⸗ ſelben ſchon bekannt ſei. Als ich der würdigen Ma⸗ dame Treufeldt meinen Dank für ihr Geſchenk von heute Morgen ausſprach, war ſie ſo gütig, daſſelbe eine Gabe der Dankbarkeit für den harmloſen Genuß zu nennen, den meine Arbeiten ihr gegeben.
2 War es nun auch nicht das Erſtemal, daß mir ein Dank dieſer Art geſagt wurde, ſo war es doch bisher nur in freundlichen Briefen geſchehen, die oft von weiten Fernen her kommend mir herzliche Worte für etwas ſagten, das zu ſchaffen mir ſelbſt die größte Freude gemacht. In meiner Nähe hatte ich noch nie⸗ mals irgend eine Anerkennung gefunden, vielleicht auch darum, weil ich immer ſehr zurückgezogen lebend
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