Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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zuſahen, und ſchienen es für ganz natürlich und in der Ordnung zu halten, daß der Kanarienvogel auf dem Fuß aller intimſter Freundſchaft mit uns ſtand, aus unſern Taſſen trank, von unſern Tellern ſich Brocken holte, ja ohne weiteres jedem von uns den Biſſen vor dem Munde weg pickte, wenn ihm das eben ſo gefiel.

Auch andere Nachbaren in den Weinbergen wurden uns befreundet. Die kleinſten aber immer zuerſt. Alle Kinder rings umher kannten uns bald, kamen zu uns geſprungen und reichten uns die kleinen braunen Hände, wenn wir an ihren Wohnungen vorübergingen.

Während des Frühlings und Sommers ſind nämlich die Weinbergshäuſer nur von den Winzern bewohnt. Die eigentlichen Beſitzer gehen dann noch in der Stadt ihren Berufsgeſchäften nach und beziehen erſt, wenn die Trauben reifen, ihre reizenden Villen.

Darum ſieht man auch dort während der ſchön⸗ ſten Zeit des Jahres nur ſchlichte arbeitende Leute und grob gekleidete Kinder mit Flachshaaren und verbrannten Geſichtchen.

Die Fenſterladen der reizenden oft im ſchweize⸗ riſchen Styl gebauten Häuschen, ſind geſchloſſen, und geht man an ihnen vorüber, ſo ſtuͤrzt der Kettenhund