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kleine Flaſche mit altem Wein aus den geräumigen Taſchen ihres Rockes, wo ſie dieſe Stärkungsmittel ſtets aufzuheben pflegte, und begann ihre Belebungsverſuche mit dem Mann, den ihre Lippen ſo tauſendmal ver⸗ flucht hatten.
Letzkau ſchlug nach kurzer Zeit die Augen auf und wendete ſich erſchüttert ab, als er in das Geſicht der alten Frau blickte, die ſich über ihn gebeugt hatte.
„O, ich erkenne Dich, unglückliches Weib,“ ſtöhnte er„im Augenblick des Todes erwacht mit furchtbarer Klarheit die Erinnerung an begangene Sünden.“
„Schweigt, Conrad Letzkau,“ entgegnete die Alte, „ſchweigt und trinkt noch einen Schluck von dieſem Wein. Euer Tod, das weiß ich nur zu wohl, kann den Gemordeten nicht lebendig machen, aber hier in meinem Herzen fühle ich, daß der nagende Wurm desſelben ſter⸗ ben wird, wenn es mir gelingt Euch zu retten und Euerm armen Weibe zu erhalten.“—
Letzkau's Bruſt röchelte, als er den Verſuch machte ſein bleiches Haupt auf Urſel's Schulter zu legen.„Ich dank' Euch,“ flüſterte er,„grüßt mein Weib und Kind, und ſagt ihnen, daß Ihr mir vergeben habt.“
Es war das letzte Wort des kräftigen mannhaften Bürgermeiſters von Danzig, der wenige I Minuten darauf ſeinen letzten Athemzug an der Bruſt Derjenigen that,
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