Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Der Scharfrichter von Elbing ſprang zu ihm, drückte das Richtſchwert in ſeine Hand und ſchrie:Wohl Euch, Herr Letzkau!

Der Bürgermeiſter erhob es; vom Blute geblendet, wie er war, verletzte er mit demſelben aber nicht Plauen,

ſondern Sefeln, der nun blutend ſeinen Dolch zog, und

ihn mehrmals in die Bruſt des Zuſammenſtürzenden ſenkte.

Große und Hecht hatten ſich, als ſie dies Alles ſahen, mit wilder Wuth, waffenlos wie ſie waren, auf die Mörder geworfen.

Die beiden Männer kämpften wie Tiger und Panther mit Händen und Zähnen; aber die Natur hat die Menſchenhand wohl zum Werkzeug kunſtreicher Arbeit, doch nicht zu einer Todeswaffe geſchaffen. Die Ritter be⸗ dienten ſich ihrer Stahlwaffen, und nach einem wilden, einige Minuten währenden Kampfe lagen die drei Bür⸗

ger, aus vielen Wunden blutend, auf dem mit Blut überſtrömten Boden des Zimmers.

Hecht und Große waren ſtarr und kalt, aber in der hingeſtreckten Geſtalt Letzkau's zuckte noch das Leben. Wegl wegl mit dieſen Leichnamen, ſchrie Plauen, die entſetzten Blicke nach dem ſonnenhellen Fenſter wen⸗ dend.In den Keller mit ihnen, bis man die Aeſer in die Mottlau werfen kann.

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