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289 ſchuldete, auf die entſetzlichſte Weiſe faſt unter ſeinen
Augen gemißhandelt worden war, Fremde hatten ſie
erettet, ein aderet Mann hatte ihr Herz gewonnen,
ſeiner Macht war von den hochmüthigen Bürgern
Danzigs auf das Empfindl ichſte Trotz geboten worden.
Ja er hatte die Demüthigung erleben müſſen, ſich auf
den Befehl ſeines Oheims und Vorgeſ etzten mit Conrad
Letzkau, dem MWann⸗ den er als trotzigen Empörer wider
ſeine Macht, als Verbreiter ſchlimmer Gerüchte wider
ſeine ritterliche E Ehre und als den grauſamen Beleidi⸗ ger Vlaſta's haßte, öffentlich ausföhnen zu müſſen.
Jeder Gedanke an den erſten B Bürgermeiſter war dem Comthur von Danzig wie ein ätzend r Gifttropfen in eine offene Wunde, und neben uun ftanden zwei Perſonen, die dieſe Schmerzen noch ſtets von Neuem reizten und erneuerten.
Es waren dies ſeine nächſten Freunde, Herr Huld⸗ rich von Sefeln und her Ordensmarſchall Herr Küchen meiſter von Sternberg. Der Erſtere ſ ſprach zu dem Com⸗ thur ſtets von Vlaſta, als von einem ſeinem Freunde geraubten Glücke, von ihrer Schönh eit, ihrer Hoben Abkunft und dem großen Reichthum, der es zweifellos bewirkt haben würde, die Bande, welche den Plauen an den Orden knüpften, zu löſen und ihm, als dem Gatten des ſchönen und geliebten Weibes, eine hohe II. 19
Ein Bürgermeiſter.


