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Die alte Urſula, die ihren Sohn voll Stolz und Glück, gläcklich und geehrt neben ſich ſah, der mit ſeiner jungen Gattin frohlich ſcherzte und ſie liebevoll pflegte und ſchmückte, hatte ihre Rachegedanken, ihre Träume von Fluch und Zauberei vergeſſen; ſelbſt die Erinne⸗ rung an den Tod ihres Gatten konnte dieſelben nicht mehr in ihr aufregen, und der würdige Pater Medar⸗ dus, der noch mehrere Monden bei der ihm befreun⸗ deten Familie weilen durfte, da der Abt Jakobus geſtor⸗ ben war und der an ſeiner Stelle erwählte Pater Hila rius, ſein aller Freund und Schützer, ihm jede Freiheit geſtattete, trug durch ſeine ſanften Lehren und ſeinen unendlich liebreichen Umgang nicht wenig dazu bei, die Seele der alten Frau einem echten Chriſtenthume, das nur Liebe und Vergebung von ſeinen Bekennern fordert, zu eröffnen.
Urſula hatte ihrem bitterſten Feinde Conrad Letz⸗ kau vergeben, ja ſie bereute bitter jeden Verſuch, den ſie früher gemacht, ihn an ſeinem Leben an ſeiner Ehre und ſeinem Familienglück zu ſchädigen, und zu dieſer Sinnes⸗ änderung hatte nicht nur Pater Medardus, ſondern auch der weiſe Tocktamiſch weſentlich beigetragen, deſſen Chriſtenthum ein echtes, wenngleich nicht überall geüb⸗ tes war.
Er lebte mit Sungalo und deſſen Familie, bis er


