Schloß⸗
ter hatte enfenſter verwaiſte derlaſſen, geſtorben ſſen, um, hnt war,
derwillig ner Zer⸗ Schau⸗ nat, voll Böhmin dem fla⸗ n ſchma⸗ ebieterin Entbeh⸗
breiten Flechten an ihrer Wange niedergehend und hinten in einen Knoten verſchlungene und mit goldenen Nadeln aufgeneſtelte Haupthaar in der günſtigſten Weiſe, und während der erzürnte, von Vorurtheil befangene Bürger ſich im Stillen wunderte, wie ein ſo edles Angeſicht einer Dirne angehören könne, die im Ritterſchloß ihr un⸗ ſauberes Weſen treibt, trat Ludmilla keck auf ihn zu, machte ihm ihren beſten Knix und ſagte:„Kommt Ihr zu uns, edler Herr? Beliebt's Euch etwa, mein Fräulein zu ſprechen?“
„Aus dem Wege, Dirne,“ ſchrie Arnold Hecht, in höchſtem Grade empört über dieſe Frechheit,„rühre meinen Arm oder mein Kleid an, und ich laſſe Dir die Hand vom Arm hacken durch den Angſtmann, ehe man Dich aus dem Weichbilde der Stadt peitſcht.“
Das arme Zöfchen trat entſetzt und zitternd zu⸗ rück und das böhmiſche Wort, das über ihre hübſchen friſch rothen Lippen ſchlüpfte, war eben kein Segens⸗ ſpruch für das würdige Haupt der Stadt Danzig.— Weineud lief ſie hinauf in ihr Stübchen und als Vlaſta ſie zu ſich entbot, bedurfte es vieler gütiger und freund⸗ licher Troſtworte der milden Herrin, um das Gemüth des armen Mädchens zu beruhigen.
Herr Aruold Hecht ging indeß tief empört in die Rathsſtube, wo ſchon alle die Perſonen verſammelt wa⸗
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