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krachte, ging er mit flammenden Blicken über den Schloß⸗ hof.—
In dem kleinen Bau unfern der Schloßmauer hatte Vlaſta von Roſenberg ſtill und traurig im Bogenfenſter an ihrem Stickrahmen geſeſſen.— Die arme verwaiſte Jungfrau war ſeit einigen Tagen ganz und gar verlaſſen, denn die alte Anka, ihre treue Wärterin, war geſtorben und Urſula hatte ſeit einigen Tagen Danzig verlaſſen, um, wie ſie es immer um dieſe Zeit zu thun gewohnt war, Heilkräuter für den Winter zu ſammeln.
Ludmilla, ihre jüngere Zofe war nur widerwillig bei ihrer Gebieterin, denn das ſtille, von keiner Zer⸗ ſtreuung, keinem heiteren Tanz, keiner luſtigen Schau⸗ ſtellung unterbrochene Leben, fern von ihrer Heimat, voll Muſik, Geſang und Tanz behagte der jüngeren Böhmin ganz und gar nicht! Auch gefiel es ihr nicht in dem fla⸗ chen Lande ohne Berge, nicht in der Stadt mit den ſchma⸗ len Gaſſen, und die Liebe, die ſie an ihre Gebieterin knüpfte, war nicht ſtark genug, um allen dieſen Entbeh⸗ rungen die Wage zu halten.
Als Arnold Hecht mit eiligen Schritten und zorni⸗ gem Ausdruck über den Burghof nach dem Pförtchen am Waſſer eilte, ſah er das ſchöne böhmiſche Fräulein am Fenſter ſitzen. Fleißig über den Stickrahmen gebeugt, zeigte ſich ihr edles Profil und das reiche braune in
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