ſcher Gegenden vereinigt und noch nicht von dem wüthen⸗ den Kriege verheert war.
Schon eine Meile von Tanneberg entfernt, ſah man an den Landſtraßen wieder reifende Korafelder mit den blühenden Feldern des Buchweizens und der grünen langbärtigen Gerſte abwechſeln.— Grüne Wälder um⸗ kränzten die heiteren kleinen Landſeen, mit denen die Gegend geſchmückt iſt, und das Städtchen Oſterode lag, freundlich von Grün umhegt, am Fuße eines waldigen Hügels. Die böhmiſchen Söldner kannten die Kriegsge⸗ bräuche und den Bürgern von Oſterode waren ſie auch nicht fremd, ſo machten jene es ſich denn in den Bürger⸗ häuſern auf's Beſte bequem, ließen ſich auftiſchen nach Herzensluſt und tranken Bier, Wein und Meth ſo viel als mit Gutem und mit Bäſem aufzutreiben war.
In dem Städtchen herrſchte Furcht und Trauer vereint. Die Leiche des Hochmeiſters kam faſt mit den böhmiſchen Söldnern zugleich an und die Bürgerſchaft empfing ſie und trug ſie in die Kirche.
Am Hochaltare unter dem von Holz geſchnitzten Bilde der Dreieinigkeit lag was von dem tapferen Ritter Ulrich von Jungingen auf Erden noch übrig war, auf einer einfachen, mit einem weißen Rittermantel bedeckten Bahre.


