Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Zindram liebreich.Gottes Wille hat auf dem Schlacht⸗ felde, wo alle wilden Leidenſchaften der Menſchenſeele freien Spielraum haben, uns in Liebe zuſammengeführt. Die Fahne Polens, die in Kurzem ſiegreich über all' den Landen wehen wird, auf denen das Schickſal die Nach⸗ kommen der Töchter Gedemin's zerſtreute, war es, die uns vereinte. Möge dies mir und Euch ein Zeichen ſein. Unter dem Schutze des polniſchen Adlers wird den Enkeln des großen Fürſten Friede, Ehre und Heil erwachſen.

Meint Ihr dies, theurer Vetter, entgegnete Bruno,mir ſcheint als ob Jeder von uns berufen ſei, in dem Lande zu wirken und zu nützen, das ihm zur Heimat ward nach den Irrfahrten ſeines Lebens. Ihr, der Kronfeldherr Polens, habt andere Intereſſen als ich, der Pflegeſohn des preußiſchen Withing's; aber Gott wolle es geben, daß die Völker, denen wir nach eigener Wahl angehören, in Friede und Eintracht neben einander leben. Ich bin jetzt Euer Gefangener, wie ich früher der Gefangene des deutſchen Ordens war, Ihr könnt mich in Feſſeln ſchlagen, könnt mich tödten, dem Unfreien iſt das Schwert und mit ihm das Recht der Vertheidigung genommen, im Augenblicke der Freiheit aber bin ich wie⸗ der Bruno, der Sohn Gedete's, des edlen Withing's, der ſich des verlaſſenen Knechtes väterlich annahm. Ein