Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Preuße, wenn auch nicht von Geburt, doch dem Herzen nach, wie Ihr, Herr, ein Pole ſeid und ſicherlich bis an Euer Lebensende bleiben werdet.

Zindram ſagte kein Wort, ſondern neigte blos be⸗ jahend ſein Haupt.

Nach einer Weile aber ſtand er von dem Ruhebette auf, drückte Bruno's Hand mit Herzlichkeit und ſagte: Mein Gefangener, ich vertraue Eurer C Ehre, daß Ihr nicht flieht, Ihr werdet Euren Vater nicht verlaſſen und wie ich hoffe, auch mich nicht, Euern Verwandten und Freund Eurer Eltern. Jetzt muß ich für einige Stunden Cun allein laſſen, denn der König will, daß die Le iche

es edlen Meiſters Ulrich von Jungingen nach L Oft erode gebracht werde, das wilde Kriegsvolk hat ſich jetzt genug an dem Anblick des todten Helden geweidet und Wla⸗ dislav den Triumph über ſeinen mächtigen und edlen Feind ausgekoſtet.

Er ging; Bruno ſtand lange noch am Eingang des Zeltes. Gedankenvoll und mit ſeinen eigenen Erin⸗ nerungen beſchäftigt, ſtörte ihn der Lärm des Lagers nicht, in dem der Uebermuth der wilden Sieger ſich ſelt⸗ ſam mit dem Klageſchrei der Verwundeten, mit dem Stöhnen der Kranken miſchte.

Grüßend ſchritt Joel Ben Iſrael, der jüdiſche Arzt des Königs, an ihm verüber, zwei Knaben, beladen mit