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auf das blaue Meer, auf den Wald, der die Ebene zu meinen Füßen in einen goldig grünen Mantel hüllte, auf den Strom, der auf ſeinem ſilberhellen Spiegel zahlloſe Schiffe trug. Der leiſe Herbſtwind kühlte meine Stirn und ich fragte mich ſelbſt: Was nun beginnen, da all' meine Arbeit in der Welt gethan iſt.
„So wähnte ich damals wenigſtens, denn wenn man liebt, ſo glaubt man das ganze Erdenleben ſei nur etwas, ſo lange es Bezug auf die Geliebte hat.
„Da hörte ich nicht weit von mir den ſüßen feierli⸗ chen Geſang einer wunderſchönen Männerſtimme.
„Ich horchte! Die Weiſe, erhaben und feierlich wie Kirchenmuſik, konnte ich verſtehen, nicht ſo die Worte, fie ſchienen einer mir fremden Sprache anzugehören. Der Sänger kam näher und endlich trat der Prieſter aus dem Buchengebüſch hervor, der geſtern die Ehe Saneitg's ein⸗ geſegnet hatte. Es war ein ſchon bejahrter Mann, hoch und ſchlank, und was er ſang war ein Lied, das wohl
kaum in den Mund eines Chriſtenprieſters paßte, denn
es war eine altpreußiſche Hymne zu Ehren der Sonne.
„Der Mönch trug auf ſeinem Rücken eine Taſche, ganz angefüllt mit mancherlei Kräutern, die einen erquickenden Duft aushauchten. Er ſetzte ſich zu mir und ſprach mit mir einfache Dinge vom Sonnenſchein, vom Brauſen des Meeres, und wie der Herr ſo groß in ſeiner Schöpfung


