Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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frau zu nähern, war aber mit ſtolzer Entrüſtung zurück gewieſen worden, und ſie uiad hm es als einen Fingerzeig von Gott an, daß die junge Prinzeß Hedwiga, die Toch⸗ ter König Ludwig's von? olen und Ungarn, ſie zu ihrer Geſellſchafterin erwähli 3 und nach Krakau berief. Vergebens ſtrebte Withold, ſie in Kanen zurückzuhalten, die Fürſtin ler ndon welche die traurige Undankbarkeit und Treuloſigkeit ihres Gatten nur zu wohl erkannte, un⸗ terſtützte ihre junge Verwandte auf alle Weiſe und beför⸗ derte ihre Reiſe. Ehe ſie dieſe indeß antrat, hatte Ro⸗ ſenberg Kauen verlaſſen, da ſeine Pflichten dort erfüllt waren. Saneita's Abreiſe von Kauen, war der Flucht der Taube vor dem Geier ähnlich und Withold hatte alle Scheu von ſich geworfen und verfolgte offenkundig die Jungfrau mit ſeiner verbrecheriſchen Liebe.

Saneita verließ Kauen heimlich bei Nacht; ich, deſ⸗ ſen Liebe und Gram ſe nicht kannte, war ihr Begleiter auf ihrer Reiſe. Ich hatte uic) ſchriftlich durch einen ver⸗ trauten Boten an dn Meſſer des deutſchen Ordens ge⸗ wendet. Er geſtattete, daß wir an der nächſten Landes⸗ grenze uns unter ſeinen Schutz ſtellten, er gab uns ſiche⸗ res Geleit durch die Wildniß, und wohlgeborgen langte die Jungfrau im Kloſkers Oliva an, woſelbſt ihr Verlob⸗ ter, Herr Heinrich Wock von Roſenberg ſie heimlich er⸗ wartete. Dort empfing ſie noch einmal die Taufe und