Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Sprecht weiter, nur weiter, entgegnete Bruno mit bebender Lippe,wenn Ihr geendet, werde ich Euch ſagen, was in dieſem Augenblick wie ein Pfeil durch mein Herz fuhr. Roſenberg ſagt Ihr, hieß der Bewerber um die Schweſter meiner Mutter?

Das war ſein eigentlicher Name, nur dem Hoch⸗ meiſter Zollner von Rothenſtein und dem edlen Conrad von Jungingen, nicht aber Euern Eltern, auch nicht der Braut bekannt, die er ſich erkoren. Am Hofe Withold's nannte er ſich wie unter den Fahnen und am Ehrentiſch des Hochmeiſters Roſenau und gab ſich für einen geringen Edelmann aus Böhmen aus. Das Geſchlecht der Roſenberge aber iſt das ſtolzeſte, reichſte der böhmiſchen Wladiken. Ein Roſenberg hatte die Witwe des Böhmenkönigs einſt zur Gattin und regierte an der Stelle ihres unmündigen Sohnes, den er lange gefangen hielt.

Der jetzige König Wenzel haßte Alle, welche dieſen Namen führten, und an Wenzel wendete ſich Withold, der das Geheimniß ſeines Gaſtes erfahren, da er als Botſchafter bei ihm erſchien, und entwarf wohl ein ſehr falſches Bild von der Gemalin, die ſich derſelbe erwählt. Dieſer Bericht endete in einem Befehl Wenzel's, daß kein adeliger Böhme im Auslande ſich vermälen, am wenig⸗ ſten aber eine Heidin ehelichen dürfe.

Withold hatte indeß auch verſucht, ſich der Jung⸗