Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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259 auf ſeine junge Verwandte geworfen, und that Alles was in ſeiner Macht ſtand, die Verbindung des edlen Böhmen mit ihr zu hintertreiben.

Der Bewerber, dem Saneita ſich ohne große Leiden⸗ ſchaft zu zeigen, doch mit ſanftem Wohlwollen zuneigte, ge⸗ hörte einer Familie an, die dem Throne Böhmens nahe ſtand. Er war unter einem angenommenen Namen nach Preußen gezogen, ein ritterlich' Gelübde zu erfüllen, das er früh gethan, und das ihn verpflichtete, zwei Jahre ge⸗ gen die Heiden zu fechten. Herr Conrad von Jungingen, damals noch Comthur von Ragnit, hatte den Jüngling unter ſeine Fahne aufgenommen und ihm hatte er ſich anvertraut. Der kriegeriſche Muth, die ritterliche Ge⸗ ſtalt und das adeliche Weſen des Böhmen hatte die Auf⸗ merkſamkeit des Meiſters auf ſich gezogen, der ihn wür⸗ digte, an dem Ehrentiſch zu ſpeiſen, den er in Königsberg herrichtete, und ihn dann zu Withold nach Kauen ſen⸗ dete, gewiſſe Verabredungen mit dem Fürſten zu treffen, deren Zweck mir natürlich unbekannt blieb. Dieſer Edelmann hieß Heinrich Wock von Roſenberg.

Ha! ſagte Bruno und eine tiefe Röthe flammte auf ſeiner Wange empor, während er die Hand unwill⸗ kürlich auf Zindram's Arm legte:

Was iſt Euch, mein Vetter? fragte theilnehmend der Schwertträger von Krakau.