Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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er hatte die Schlacht mit ihren Schrecken als ein echter Sohn Preußens überſtanden, es war ihm durch einen glücklichen Zufall gelungen, ſeinem Pflegevater das Leben zu retten und in der Perſon des edeln Zindram war ihm jetzt unzweifelhaft einer der Verwandten aus ſeiner Kind⸗ heit entgegetreten. Sollte es möglich ſein, daß er noch einmal von ſeiner Mutter, von Saneita, von ſeiner Hei⸗ mat hörte? daß er vielleicht zu ihnen zurückkehren durfte?

Und ſein Vater! Fürchterliche Erinnerungen dämmerten bei dem Gedanken an ſeinen Vater in ihm auf. Er drückte die Hand auf ſein heftig klopfendes Herz und betete leiſe ein Vater unſer, denn Zindram trat mit freundlicher Herzlichkeit zu ſeinem Gefangenen und reichte ihm zum Morgengruße die Hand.

Auch heute wird das Heer noch nicht aufbrechen, ſagte der polniſche Feldherr mit einem beſorgten Blicke. Die Truppen ſind zum Theil ermattet, zum Theil in maßloſe Schwelgerei verſunken, der König meint, wir kommen auch einen Tag ſpäter noch zeitig genng zum Siege, und in der That ſcheint das, was jetzt noch vor uns liegt, nichts weiter als ein Triumphzug des Königs durch ein Land zu ſein, das ihm von allen Seiten hul⸗ digt. Während dieſer Nacht ſind große Sendungen von Wein, Meth und Bier, ganze Züge von Schlachtvieh