252
Blüthe männlicher Jugend, ſeine röthlich goldenen Lo⸗ cken umkräuſelten eine Stirn, der alle ausgeſtandenen Lei⸗ den und Demüthigungen nicht den Glanz der Reinheit oder den Ausdruck bewußter Kraft hatten rauben können. Ulrich von Jungingen war einen Moment betreten, als er in dies Antlitz blickte.
Nicht ſo der Leibeigene! Schweigend, aber vollkom⸗ menruhig erwartete er den Befehl deshohen Herrn undalsihm Ulrich, auf den Withing Gedete zeigend, der ehrerbietig vor ſeinem Landesherrn ſtand, ſagte, daß dieſer Mann ihn an Sohnes Stelle3in ſein adeliges Haus aufnehmen und ſei⸗ nen Namen und ſein Erbe aufihn übertragen wolle, trat er zwar gerührt, aber nicht hingeriſſen zu dem Schützer, der ſchon ſeit längerer Zeit oft freundlich mit ihm geſprochen und ihm manche Gabe gebracht, die ihm weſentlich zu Gute ge⸗ kommen. Ihm dankbar die Hand reichend, ſagte er:
„Edler Withing, ich will Euch, ſo Gott mir hilft, ein treuer Sohn ſein.“
Der Scheidende hatte von Niemanden Abſchied zu nehmen als von der Hexentrude, der Toktamiſch beglei⸗ tete ihn und ſollte mit den Wolfshunden des Withing künftig das Amt theilen, das Haus und die Heerden Ge⸗ dete's zu bewachen.
Seit dieſer Zeit war nun ſchon mehr als ein Jahr
verfloſſen. Bruno hatte ſich im Waffenwerk wacker geübt,
er hatt Sohn glücklich zu retten jetzt unz heit ent, einmal! mat hi durfte? Un dämmer auf. Er und bete freundlie ihm zum
maßloſe kommen Siege, uns lieg durch ein digt. We Wein,


