Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Dieſe ſchöne Kunſt war es auch geweſen, die den Withing Gedete auf den lungen Le eibeigenen aufmerkſam gemacht, deſſen Züge und Geſtalt ihn an einen alten, längſt geſchiedenen Freund erinnerten.

Gedete's Haus entbehrte des Sohnes, die edl 3 No⸗ meda vermißte ſchwer den Eheſegen und Meiſter Ulrich

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von Jungingen, der edle Schutzherr des wackern Withing, willigte gern in den Wunſch de sſelben, ſich einen Sohn

zu wählen.

An einem Sonntag ⸗Nachmittage, da Bruno mit ſei nem Toktamiſch auf der Brücke ſtand, und die gold'nen Sterne betrachtete, die auf den gluzenden Wellen des Stromes hüpften und tanzten, war Ralph athemlos zu ihm gekommen, ihn vor des Meiſters Angeſicht zu rufen.

In des Meiſters ſchönem Remter, deſſen prächtige Bogenwölbung, von einem einzigen Pfeiler getragen, der moie gleicht, die ſich auf ihrem ſchlanken Stengel entfal

,ſtand der arme Leibeigene, dem hohen Herrn gegen⸗ überaber nur die Kleidung bezeichnete den Standesun⸗ terſchied der beiden äußerſten Punkte menſchlicher Ver⸗ hältniſſe jener Zeit an jenen beiden Männern. Bruno's Geſtalt, Geſichtszüge und Körperhaltung waren eben ſo adelig und ſtattlich als die des erhabenen Ordenshauptes, und auf ſeinem Geſicht lag noch die friſche Kraft und