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ihr ein.— Sie weinte nicht, ihr Fleh'n verſtunmte, aber ſie hob ihren Arm auf, ſchön und weiß, wie der Deine, Gertrud, und auf den Gerichteten zeigend, ſagte ſie mit gräßlichem Tone:„Fluch Dir! Fluch Dir, Conrad Letzkau, ſieh Alles, was Dir lieb iſt, eines ehrloſen Todes ſterben und ſtirb endlich ſelbſt durch Henkershand, Fluch Dir und jede Freude Deines Le⸗ bens werde Dir vergiftet.“—
„Dann eilte ſie zu der Leiche, umklammerte ihre Füße und war nicht fortzureißen, noch durch Worte fortzubringen. Ich hatte indeſſen ihren Knaben zu mir genommen und ging ſelbſt hin ihr zuzureden, mit dem Zuge, der nun endlich aufbrechen mußte, zu gehen. „Laß mir mein Kind hier,“ ſagte ſie da,„daß es mit mir ſterbe!“ Ich glaubte in den Knaben das Mittel zu haben, das ſie zwingen follte, zu ihrem eigenen Beſten uns zu folgen. Ich nahm ihn daher mit mir, trotz ſeines Widerſtrebens——⸗
„Was ward aus der Mutter?“ fragte Gertrud leife.
„Ich weiß es nicht! ſie blieb bei der Leiche ihres Gatten.“
„Und der Knabe, Conrad?“
„Meiſter Conrad Zollner ließ ihn mit den an⸗ dern ſamaitiſchen Kindern taufen, ſonſt hörte ich auch nichts mehr von ihm!“
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