Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Die Bürgermeiſter, Rathsherren, Schöppen und Richter hatten ihre Plätze auf reich geſchnitzten und mit Sammtpolſtern verſehenen Bänken, und für den Boten des Meiſters war ein Stuhl von ſchöner Arbeit als Ehrenplatz vorhanden.

Dieſer Bote war niemand anders als der Kaplan und Freund Herrn Ulrichs, Johannes Lindenblatt, ge nannt Puſilie, und er begrüßte die anweſenden Herren des wohledlen Danziger Rathes zum größten Theil als ſeine lieben und werthen Bekannten.

Einen ſchönen Gruß von dem ſehr edlen Mei⸗ ſter Ulrich von Jungingen an ſeine lieben Getreuen, die Herren vom Rathe der Stadt Danzig, ſo wie auch an alle getreuen Bürger ſeiner guten Stadt, ſagte Herr Lindenblatt, als Conrad Letzkau ihn nach den Befehlen des Meiſters gefragt hatte.Der König von Polen Wladislaw Jagello und ſeine Verbündeten und Ritter, der ungetreue Withold, Großherzog von Lit⸗ thauen, ſammt Tocktamiſch, dem Tartarenfürſten, ziehen mit großer Heeresmacht heran, den Orden zu bekrie gen und das jetzt ſo glückliche und zufriedene Preu⸗ ßenland in Jammer und Noth zu bringen, nun iſt zwar Se. Gnaden unſer Hochmeiſter, wie es einem echten Ritter geziemet, zum Kampfe wohlgerüſtet und vorbereitet, alle Städte und Burgen des Landes ſind