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Als am Morgen nach der Hochzeit ſeiner einzi⸗ gen Tochter Herr Conrad Letzkau von ſeiner Haus⸗ frau zum Frühſtück gerufen ward, vermißte er recht ſchmerzlich das ſchöne Geſicht der Entfernten.
„Die wird nun ihrem Manne den Frühtrunk ein⸗ ſchenken,“ ſagte tröſtend die Mutter,„und überdies in einer Stunde oder zwei ſind ſie hier, mit uns zur Meſſe zu gehen, es iſt ja nur ein Sprung über die Straße, und wir ſind bei unſerem Kinde!“
„Ja, Mutter! Du haſt Recht,“ entgegnete Letz⸗ kau gedankenvoll,„und Gott weiß! einem beſſeren Mann als dem Große hätte ich mein einziges Kind nicht geben können, auch war ich ihm wohl Troſt und Erſatz ſchuldig für das, was er erlitten. Ach, meine liebe Gertrud, die Welt nennt mich einen glücklichen Mann, und oft, wenn ich mein Leben überdenke, möchte ich ſelbſt mich auch ſo nennen, iſt mir doch faſt Alles geglückt, was ich jemals unternahm und doch, doch! wie viel Leid und Jammer liegt in mei⸗ ner Bruſt begraben!“
„Herzlieber Mann,“ entgegnete die Frau freund⸗ lich,„Du haſt mich gewöhnt über alle dieſe Dinge und Angelegenheiten ſelbſt nachzudenken und Dir meine Meinung unverholen zu ſagen; ſo weiß ich, Du nimmſt mir auch heute nicht übel, wenn ich ſage:
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