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dem Kopf zu bringen, indem ich Dich nach Kräften glücklich machte, ohne alle Träumereien und ritterlichen Redensarten. Ein ehrbar' Weib, das ſeine Schuldigkeit in Haus und Hof thut, fleißig nach dem Ihrigen ſieht, und ihres Mannes Ehre und Vortheil wahr⸗ nimmt, kann nicht viel Zeit haben zu Gedanken an unerlaubte Liebeleien. Du warſt, meine liebe Marie, im Hauſe Deiner Eltern nicht genug beſchäftigt. Deine gute Mutter iſt noch jung und thätig ihrer Haushal⸗ tung ganz allein vorzuſtehen, da kamen Dir die Thorhei⸗ ten in den Kopf. Nun das wird anders werden und ich denke noch mit Gottes Hilfe den Tag zu erleben, wo Du Deinen alten Mann nicht mit dem jüngſten und ſchönſten Ritter vertauſchen möchteſt.“
Er ſchwieg; auch Marie ſchwieg, aber ſie war nicht auf dem Wege ſich glücklich zu fühlen; es war ihr bei den letzten Worten ihres Mannes bitter zu Muthe geworden und die Rührung, die ſeine Groß⸗ muth in ihr zu Anfang erweckt hatte, war durch die gek änkte Eitelkeit überwogen.
Marie Letzkau war ein einziges Kind und ſeit lange gewöhnt ſich als der Gegenſtand der höchſten Liebe ihrer Angehörigen von allen ihren Bekannten und Untergebenen umſchmeichelt, nicht getadelt zu ſehen.———


