Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ſein ſollte. Ein Mann kann zwar erwerben, aber nicht das Erworbene wohl und richtig vertheilen, dies iſt Sache der Frau! Arbeit iſt genug für Dich, liebe Frau, in Deiner neuen Wirthſchaft, und wer arbeitet kommt nicht ſo leicht auf böſe Gedanken.

Ich, der ich Dich ſeit Deiner Kindheit kenne, und ein Freund Deiner Eltern bin, habe immer ge⸗ glaubt, daß Du ein rechtſchaffenes Mädchen biſt, welches für eine Thorheit durch Verleumdung hart gezüchtiget wurde. Wäre der Herr Huld⸗ rich von Sefeln ein ehrbarer Mann geweſen, der Dich hätte zu ſeinem Weibe nehmen können, ſo würde ich hingegangen ſein und ihm geſagt haben: Nehmt das junge Kind! es iſt an Jahren und an Schönheit für Euch paſſender als für mich. Da aber, wenn ich mein Verlöbniß gelöſet, Dir die üble Nach⸗ rede nur noch zehnmal ſchlimmer mitgeſpielt hätte, da ich auch Deinem Vater den Grund hätte ſagen müſſen, warum ich ein ſo langjähriges Verlöbniß bräche, ſo zog ich es vor, Dich ſelbſt, als meine Frau, vor allem Uebel zu ſchützen und zu bewahren. Marie, ich hatte überdies nur die Wahl, Deines Vaters Herz zu bre⸗ chen, indem ich ihm von allen den Dingen, die wir eben beſprechen, Mittheilung machte, oder zu verſu⸗ chen Dir die thörichten, unglücklichen Gedanken aus

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