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mes ein Schanzwerk zur Vertheidigung dieſes Paſſes mit großer Kunſt angelegt war, und daß Brücke und Pforte von der Burg aus durch Schießſcharten beſtrichen werden konnten.
Der Brückenwärter, der dieſe prachtvollen Gebäude in all ihrer Schönheit und Feſtigkeit tagtäglich vor Au gen hatte, war nicht geblendet durch den Glanz, der in koſtbarer Malerei prangenden Fenſter; nicht erfreut durch die Zartheit und Zierlichkeit der Bögen und Zinnen, die in ihrer luftigen Höhe nicht wie Mauerwerk, ſondern faſt wie aufrechtſtehendes Spitzengeflechte erſchienen.
Auch war er nicht geängſtigt durch die Stärke und Feſtigkeit der Mauern, durch welche au vielen paſſenden Stellen die Läufe rieſiger Kanonen hervorſtarrten.
Er wußte zwar, daß dieſe feuerſpeienden Drachen eine ganz andere viel mächtigere Wirkung hatten, als Steinſchleuder und Blenden; aber er war überhaupt weder der Furcht noch dem Erſtaunen beſonders zugäng lich und überdies ſeit Jahren an den Anblick all dieſer Dinge gewohnt.
Einſt freilich hatte es eine Zeit gegeben, da er die ſes Schloß mit ſeinen Mauern und Schießſcharten eben ſo ängſtlich betrachtete, wie der wild eingefangene Falke den Käfig, in welchen man ihn ſteckt, um ihn durch Hunger und Blendung gelehrig und zahm zu machen;


