„—.
g ſo jetzt zeſen
3 ge⸗ egte, tete, erzu⸗ edes viel um auen
war, vor ſeine Seele trat. Doch hoͤrte er ja die Stimme der gleichfalls verloren geglaubten, und ihm jetzt wiedergeſchenkten Tochter, in deren Bilde ſich ihm die theure Abgeſchiedene erneuete, und in der Gegenwart dieſer Tochter wagte er es endlich auch das ihm von der Verſtorbenen hinter⸗ laſſene Blatt zu entfalten. Tief ruͤhrte ihn zwar der Inhalt deſſelben, doch hielt er es fuͤr heilige Pflicht mit maͤnnlichem Muthe bis ans Ende zu leſen, und fand ſeinen ſchoͤnſten Troſt in dem Zeugniß, welches die geliebte Frau in dem ernſten, verhaͤngnißvollen Augenblicke dem Manne gege⸗ ben hatte, den er nun mit erhoͤheter Liebe Sohn nannte. Jedes Vorurtheil, durch die gewaltige Macht des Augenblicks unterdruͤckt, und dennoch vielleicht noch im Innern ſeines Buſens ſchlum⸗ mernd, war nun voͤllig verwiſcht, und vormals gehegte Zweifel wandelten ſich in Dank gegen die Vorſehung, die dieſen edlen, von ihm verkannten jungen Mann zwar auf dornigen und rauhen Pfaden, doch endlich an ſein Vaterherz gefuͤhrt hatte.
In Erzaͤhlungen und Betrachtungen flogen die Stunden gleich Minuten dahin, und immer B. Sch. 22


