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Verraͤth das Fieber einer tiefen Krankheit.
Vertraut mir! unſre Jugend floß vereint
Im ſelben Strom, dieſelben Sterne ſpiegelnd,
Die laͤcheln an der Hoffnung Himmel; und
Wir Beide ſchufen hellbeſchwingte Roſſe
Aus unſern kindiſchen Chimaͤren, ſpornten
Die Wahngebilde zu den Luͤften auf,
Wo wir aus Wolken ſchoͤne Schloͤſſer bauten.
Das Schickſal trennt' uns dann, und fuͤhrte mich
Zum Range eines Hofmanns, Grafen, Guͤnſt⸗ lings,
Euch zu dem Ruhm des kuͤhnſten Kriegers und
Des bravſten Ritters in ganz Frankreich;— ſagt,
Seid Ihr zufrieden?— Nein;— vertraut Euch mir.
Ein trauriges Geheimniß——
Mauprat.
Ein Geheimniß, Ja, das mich heimſucht, wie in alter Zeit Mancher vom boͤſen Feind beſeſſen war. Wohin ich blicke, finſter gaͤhnt das Grab Vor mir!— Ich will Euch trau'n. Ihr wißt,
ich haßte
Den Kardinal; durch Orleans verlockt, Nahm ich am Aufſtand Theil in Languedoc,


