Teil eines Werkes 
6. - 9. Th. (1859)
Entstehung
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umſonſt aufzieht, bis die Zeit kommt, wo Ihr Euch an Euern Schwie⸗ gervater wenden könnt, wenn kein anderer Anſpruch auf ſeine Börſe übrig bleibt.

Jaſper kging mit der ſorgloſen Gelehrigkeit, wodurch er Gabrie⸗ leus überlegene Schlauheit immer anerkannte, auf die Sache ein. Er ſah die Amme; es war klar, daß ſie Nichts zu gewinnen hatte, wenn ſie das Kind für ſo arme engliſche Verwandte aufbewahrte. Sie konnten ihr den Glauben verweigern und jedenfalls keine Belohnung geben. Um das Kind los zu werden und die Mittel zur Rückkehr in ihr Ge⸗ burtsdorf mit einigen hundert Franken in ihrer Börſe zu erhalten, gab es kein Verſprechen das ſie nicht zu leiſten bereit, keine Erzählung zu deren Vortrag ſie zu ehrlich, kein Papier zu deſſen Unterzeichnung ſie zu ängſtlich war. Jaſper ging nach London, wo er für ſeine eigene Perſon ein Abenteuer hatte. Er nahm das Kind ſtieß zufällig auf Arabella das Uebrige weiß der Leſer. Die Gleichgültigkeit, welche Jaſper ſtets gegen ein Kind an den Tag legte, das nicht ſein eigen war die Härte, womit er die Trennung ſeines Vaters von einem Geſchöpf eingeleitet, das er durch falſche Vorwände der Liebe des alten Mannes aufgedrängt hatte und nur als eine fremde Beläſtigung für die dürftigen Mittel ihres getäuſchten Beſchützers betrachtete die launiſche und unbeſtändige Art, wie er, als(ganz dem Raiſonnement entgegen, welches Gabriele auf eine ſehr umfaſſende Erfahrungs⸗ kenntniß der Leichtgläubigkeit menſchlicher Natur im Allgemeinen, je⸗ doch bei gänzlicher Unkenntniß der Darrell ſchen Natur im Beſondern begründet hatte) ſein erſter Betrugsverſuch ſo verachtungsvoll von ſeinem entrüſteten Schwiegervater abgewehrt worden war, mit einem Erpreſſungsmittel geſpielt hatte, das er zwar nicht aus der Hand laſ⸗ ſen wollte, von dem er aber wohl wußte, daß es keine ſtrenge Unter⸗ ſuchung aushielt; alles Das iſt dem Leſer jetzt klar. Und der Leſer wird auch begreifen, wie Jaſper bei ſeiner letzten Beſprechung mit ſeinem Vater, theils aus Furcht, dieſer möchte ihn verrathen, theils in Folge eines gewiſſen Mitleids, das ihm nicht geſtattete den alten

Bulwer, was wird er damit machen? VIII. 10