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rufene Arzt empfahl die natürliche Nahrung und fand in einem be⸗
nachbarten Dorf die Amme, welcher Jaſper Loſely kurz vorher ſeine
eigene Tochter übergeben hatte. Die letztere ſtarb; die Amme zog hierauf nach Paris, um bei der Sängerin zu wohnen, die an einem der hauptſtädtiſchen Theater ein vortheilhaftes Engagement erhalten hatte. In weniger als zwei Jahren erlag die Sängerin ſelbſt einer
graſſirenden Epidemie. Sie hatte ohne Gedanken an den morgenden
Tag dahingelebt. Ihre Schulden überſtiegen ihre Mittel; ihre Effecten wurden verkauft. Die Amme, die mittlerweile Wittwe geworden war, kam um Rath und Zuflucht zu ihrer Schweſter, die ſich im Dienſt von Gabriele Desmarets befand. Gahriele, an die man ſich natürlich wandte, ſah das Kind, hörte die Geſchichte, las den Bericht, welchen die Sängerin in Form einer Beichte gegeben und in Gegenwart eines Notars kurz vor ihrem Tod unterzeichnet hatte; las die von der Sän⸗ gerin ſorgfältig aufbewahrten Briefe von Mrs. Vance und die Schul⸗ jungenkritzeleien von Frank ſowohl an die Sängerin als an die Eltern des Kindes; überzeugte ſich von der Armuth und Dunkelheit der na⸗ türlichen Verſorger und nächſten Verwandten des Kindes, und ſagte zu Jaſper, der eben das Vermögen verſchleuderte, das ihm als Erben ſeiner Frau und ſeines Kindes ausgefolgt worden war:„Da iſt Et⸗ was, was Euch bei geſchickter Behandlung in den Stand ſetzt einem reichen Schwiegervater zu Leibe zu gehen, wenn alles Andere fehlge⸗ ſchlagen hat. Ihr braucht nur zu ſagen, dieß Kind ſey ſeine Enkelin, die Amme können wir leicht beſtechen oder bereden, daß ſie das Mähr⸗ chen beſtätigt. Ich, die er bereits als jene reſpectable Baronin und Freundin Eurer Matilda kennt, kann der Geſchichte einige wahrſchein⸗ liche Anſtriche geben. Der einſame kinderloſe Mann muß ſich freuen bei dem Gedanken, daß ihm noch ein Band übrig bleibt. Die Kleine iſt ausnehmend hübſch; ihr Geſichtchen wird für ſie ſprechen. Seinem Herzen wird die Idee zu gut gefallen, als daß er allzu ſtrenge Nach⸗
forſchungen anſtellen ſollte. Nehmet das Kind. Ohne Zweifel könnt
Ihr in Eurem eigenen Land eine Perſon finden, die es wohlfeil oder


