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behalten. Er ſieht ihr Geberdenſpiel— ihren Blick— wie ſie ſich jetzt an ihren Großvater anklammert. Die blauen Augen ſtarren jetzt nicht kalt in die leere Luft, ſondern ſind aufwärts gerichtet, als er⸗ flehten ſie Stärke von oben. Das jugendliche Geſicht iſt erhaben mit ſeinem Jammer und ſeiner Entſchloſſenheit.
„Edles Kind,“ murmelte Darrell,„ich glaube in ihr Herz zu ſehen. In dieſem Fall allerdings, armer Lionel! Mein Stolz hat nachgegeben, der ihrige wird es nie.“
Mittlerweile ſtampfte Lionel mit dem Fuß auf den Boden und drängte unwillig die Thränen zurück, die ſich in ſeinen Augen zu ſammeln ſuchten. Darrell ſchlang ſeinen Arm um die Schulter des jungen Mannes und führte ihn ſachte, langſam hinweg, an dem zacki⸗ gen Dornbaum, an den moosbewachſenen Felſen vorüber.
Inzwiſchen leiht Waife den Lippen Sophy's ſein Ohr. Der ab⸗ ſcheuliche Fairthorn taucht zwiſchen den Strebepfeilern hervor und ſchleudert zu George, denn er dürſtet, die Beſtätigung ſeiner Hoff⸗ nungen zu vernehmen, und ſchaut zurück, um dem düſtern alten Hauſe, das er vom See gerettet zu haben glaubt, Glückwünſche zuzulächeln.
Sophy hat endlich Waife überzeugt, daß ſeine Sinne ihn nicht täuſchen und daß ſie ſelbſt nicht delirirt. Sie hat geſagt:„O Groß⸗ vater, laßt uns hinfort einander für immer Alles in Allem ſeyn. Ihr ſchämet Euch meiner nicht— ich bin ſo ſtolz auf Euch. Aber es gibt andere Verwandte von mir, Großvater, die wir nicht erwähnen wollen; und Ihr würdet Euch meiner ſchämen, wenn ich Schande über einen Mann brächte, der mir ſeinen Namen und ſeine Ehre an⸗ vertrauen möchte; und würde ich ſo ſtolz auf Euch ſeyn, wenn Ihr mir zumuthetet es zu thun?“
Bei dieſen Worten verſteht Waife Alles und findet kein Beweis⸗ mittel zu ſeinem Gebot; er duldet, daß Sophy ihn gegen das Haus führt. Ja ſie wollen weggehen— ja es ſoll von keinen Heirathsplä⸗ nen mehr die Rede ſeyn. Sie hatten beinahe die Thüre erreicht, als dieſe heftig aufgeriſſen wurde und ein Mann herausſtürzte, Sophy


