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zu veredeln ein, und als die Vertraulichkeit allmählig wuchs, wurde Sophy zuletzt in das große Haus gelockt, und während der Stunden, die Waife auf ſeine Streifzüge verwandte(denn ſelbſt bei ſeiner ge⸗ ſetzten Induſtrie konnte er ſeine vagabundirenden Neigungen nicht ganz überwinden, ſondern flocht ſein Rohr oder ſeine Korbweiden gerne, während er über verlaſſene Raſenplätze oder Waldungen hin⸗ ſchlenderte) wurde ſie die gelehrige, hocherfreute Schülerin in dem einfachen Zimmer mit den Zizvorhängen, das Lady Montfort aus der Einöde ihres umgebenden Palaſtes für ſich behalten hatte. Lady Montfort war kein neugieriges Weib; gänzlich gleichgiltig ſogar gegen das Geklatſche der Salons, hatte ſie keinen quälenden Wunſch die Geheimniſſe von Dorffamilien zu erfahren. Selbſt mit der großen Welt wenig bekannt, überhaupt kaum mit irgend einer Welt unter derjenigen bekannt, in welcher ſie ſelbſt ihre Exiſtenz hatte, außer daß ſie ſich niedrigen Sorgen aus zarter Menſchenliebe näherte— erregte der Contraſt zwiſchen Waifes Beruf und ſeiner Unterhaltung keinen wachſamen Verdacht bei ihr. Ein Mann von einiger Erziehung und in einem Rang geboren, der an die Klaſſe der Gentlemen gränzte, aber von keiner praktiſchen oder profeſſionellen Bildung— mit launenhaften Liebhabereien— mit Gewohnheiten excentriſcher Wan⸗ derluſt— hatte im Verlauf ſeines Lebens manche harmloſe Weisheit aufgepickt, aber vielleicht aus Mangel an weltlicher Klugheit ſein Glück verfehlt. Zufrieden mit einem dunkeln Plätzchen und einem beſcheidenen Auskommen, konnte er natürlich keine große Luſt haben Andern die peinliche Geſchichte eines Herunterkommens im Leben an⸗ zuvertrauen. Er konnte in einer höhern Sphäre Verwandte haben, die durch das Bekenntniß beſchämt wurden; er konnte ſchweigen in dem männlichen Stolz, der vor Almoſen, Mitleid und einer Erzählung beſtändig zunehmenden Verfalls zurückbebt. Ja, ſelbſt das Schlimmſte angenommen— angenommen daß Waife ſowohl im Ruf als im Ver⸗ mögen gelitten hatte— angenommen daß ſein Name durch irgend plauſible, in den Umſtänden gelegene Beweiſe befleckt worden war, die


