Teil eines Werkes 
3. - 5.Th. (1858)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

Oberſt Morley zeigt, daß er nicht ohne Grund ſich des Rufes erfreut von Allem Etwas zu wiſſen.

Gut getroffen, ſagte Darrell am Tag, nach dem Alban ihm die tröſtlichen Verſicherungen gebracht, die einen Dorn aus ſeiner Seite geriſſen, eine Wolke an ſeinem Abendhimmel verſcheucht hatten. Gut getroffen, ſagte Darrell, als er wenige Schritte von ſeinem Hauſe weg dem Oberſten begegnete.Bitte, geht mit mir bis in die New Road. Ich habe Lionel verſprochen die Werkſtatt eines ihm befreundeten Künſtlers zu beſuchen, in welchem er einen Raphael zu finden beliebt, und in dem ich aus Höflichkeit, vermuthlich auf Koſten der Wahrheit, einen Stümper werde becomplimentiren müſſen.

Sprecht Ihr von Frank Vance?

Von demſelben.

Ihr könntet keinen würdigeren Mann beſuchen, keinem ver⸗ heißungsreicheren Künſtler ein Compliment machen. Vance iſt einer von den Wenigen, die Geſchmack und Geduld, Phantaſie und Pinſel⸗ fertigkeit vereinigen. Seine weiblichen Köpfe beſonders ſind vor⸗ trefflich, obſchon ſie, das geſtehe ich, einander gar zu ſehr gleichen. Der Mann ſelbſt iſt ein vollendeter Gentleman. Man hat ihn in guter Geſellſchaft ſehr gehätſchelt, und er hat ſich dennoch nicht ver⸗ wöhnen laſſen. Ihr werdet ſeine Manier etwas keck finden, das Ge⸗ gentheil von ſcheu; theilweiſe vielleicht, weil er in ſich ſelbſt die kräftige Friſche und Kühnheit beſitzt, die er ſeinen Farben gibt; theil⸗ weiſe vielleicht auch, weil er aus ſeiner Kunſt die Selbſtachtung ſchöpft, welche Patrizier von ihrem Stammbaum borgen, und weil er einem Herzog die Hand ſchüttelt, damit der Herzog ihm nicht einen Finger hinhalten kann.

Gut, ſagte Darrell mit ſeinem ſeltenen männlichen Lachen. Da ich ſelbſt ſchüchtern bin, ſo liebe ich Männer, die mir auf halbem