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zuſtecken, denn als ſie wieder ins Zimmer kam, drehte er ſich eben um und ſtreckte ſich zwiſchen Schlaf und Wachen. Aber ſie ließ die Brief⸗ taſche geſchickt auf den Boden dicht neben dem Sopha gleiten; ſo konnte er beim Erwachen glauben, ſie ſey ihm in den natürlichen Be⸗ wegungen des Schlafes herausgefallen.
Und in der That, als er erwachte und die Mahlzeit jetzt auf dem Tiſche ſtand, hob er die Brieftaſche ohne Argwohn auf. Aber es war ein Glück, daß Bridgett nicht die Gelegenheit abgewartet hatte, die ihre Gebieterin ihr angegeben. Denn als Jaſper den Schlafrock an⸗ zog, bemerkte er, daß ſein eigener Rock des Bürſtens bedürftig war, und indem er ihn zu dieſem Behuf der Dienerin übergab, gebrauchte er die Vorſicht die Brieftaſche herauszunehmen und in irgend einen andern Behälter ſeiner Kleidung zu ſtecken.
Mrs. Crane kehrte in weniger als zwei Stunden zurück. Sie kam mit einer betrübten Miene, welche Jaſper ſogleich auf die Nach⸗ richt vorbereitete, daß die Vögel, die gefangen werden ſollten, ent⸗ flogen ſeyen.
„Sie ſind heute Nachmittag auf und davongegangen,“ ſagte Mrs. Crane, indem ſie Jaſpers Sovereigns auf den Tiſch warf, als ob ſie ihr die Finger verbrennten.„Aber überlaßt die Flüchtlinge mir. Ich werde ſie finden.“
Jaſper machte ſeinem Aerger durch eine Reihenfolge von bös⸗ gemeinten, aber nichtsſagenden Füllwörtern Luft; und dann, als er kein weiteres Geſchäft ſah, zu welchem Mrs. Cranes Witz für den Augenblick angewandt werden konnte, trank er ihren Brandy vollends aus und wünſchte ihr gute Nacht, mit dem Verſprechen wieder zu kom⸗ men, aber ohne allen Fingerzeig in Bezug auf ſeine eigene Adreſſe. So⸗
bald er gegangen war, beſchied Mrs. Crane von Neuem Bridgett vor ſich. „ Ihr ſagten mir in voriger Woche, Euer Schwager Simpſon wünſche nach Amerika zu gehen, es ſey ihm dort Beſchäftigung an⸗ geboten, aber er könne die Ueberfahrtskoſten nicht erſchwingen. Ich verſprach ihm zu helfen, wenn Euch damit ein Dienſt geſchehe.“ 3*


