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mir wie ein Wunder, das mir der Himmel um dieſes theuren Kindes willen vergönnt hat. Bei Euch kann ihr nichts Uebles zuſtoßen; und wenn ich krank werden und ſterben ſollte, auch dann werdet Ihr, der Ihr dem betrügeriſchen Landſtreicher helfen wolltet, von dem harm⸗ loſen Kind die rettende Hand nicht abziehen.“
Der Brief an Sophy lautete:
„Liebling meines Herzens, verzeihe mir; ich habe mich von Dir weggeſtohlen, aber blos auf einige Tage, und blos um zu ſehen, ob wir nicht das Zauberſchloß gewinnen können, wo ich der Genius ſeyn werde und Du die Prinzeſſin. Ich gehe mit ſo leichtem Herzen von dannen, liebe Sophy; ich werde dreißig Meilen des Tags gehen, ohne in meinem lahmen Bein einen Schmerz zu empfinden; Du könnteſt nicht gleichen Schritt mit mir halten.— Du weißt ſelbſt, daß Du das nicht könnteſt. Denke alſo über das Häuschen und die Korbmacherei nach, und übe Dich an Stickmuſtern und Nähkiſſen, wenn es zum Spielen zu heiß iſt, und ſey ſtark und kräftig bis ich zurückkomme. Dieß wird hoffentlich heute über acht T Tage geſchehen— es ſind nur acht Tage; und dann werden wir blos noch Feendramen vor nickenden Bäumen aufführen, mit Hänflingen als Orcheſter, und ſelbſt Sir Iſaak ſoll nicht mehr durch ſöldneriſche Kunſtſtücke herabgewürdigt werden, ſondern ſeine arithmetiſchen Talente zur Entwerfung der Wochenrechnungen verwenden, und er ſoll nicht mehr auf ſeinen Hinter⸗ beinen ſtehen, außer an ſonnigen Tagen, wo er einen Sonnenſchirm tragen ſoll, um einer verzauberten Prinzeſſin Schatten zu geben. Lache, geliebtes Kind— laß mich wähnen, daß ich Dich lachen ſehe; aber gräme Dich nicht— glaube nicht, daß ich Dich verlaſſe. Ver⸗ ſuche es wieder geſund zu werden— ganz, ganz geſund; ich bitte Dich auf meinen Knien darum.“
Der Brief und der Beutel wurden bei Sonnenaufgang nach Mr. Hartopps Villa gebracht. Mr. Hartopp war ein Frühaufſteher. Sophy verſchlief ſich; ihr Zimmer lag gegen Weſten; die Morgen⸗ ſtrahlen erreichten ihre Fenſter nicht, und das kinderloſe Haus erwachte Bulwer, was wird er damit machen? II. 5


