Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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allen Betheuerungen einer ſolchen. Seine Gunſtbezeugungen würden aufhören, wenn ich ihn beläſtige.Beläſtige war das Wort; es war Brod, das man einem Hunde hinwirft.

Vance.Pfui doch, das iſt blos die Excentrizität eines reichen Mannes. Ein Hageſtolz vermuthlich?

Lionel.Meine Mutter ſagt, er ſey verheirathet geweſen und lebe jetzt als Wittwer.*

Vance.Sind Kinder vorhanden?

Lionel.Meine Mutter ſagt, es ſey keines am Leben; aber ich weiß nur wenig oder gar Nichts von ſeiner Familie.

Vance ſah ſeinem jungen Freund ſcharfprüfend ins Geſicht und ſagte nach einer Pauſe trocken:Das iſt ſonnenklar. Euer Ver⸗ wandter gehört zu den Leuten, die, da ſie keine eigenen Kinder haben, jede Aufmerkſamkeit von Seiten eines muthmaßlichen Erben bearg⸗ wöhnen und fürchten; und was dieſen Stich, wie Ihr es nennt, noch ſchmerzlicher für Euch gemacht hat, das ſind verzeiht mir's einige einfältige Worte Eurer Mutter, die Euch vielleicht beim Vor⸗ zeigen dieſer Briefe einen Wink gegeben hat, daß Ihr dieſer Erbe werden könntet, wenn Ihr Euch nur recht ſchmiegſam und unterwürfig zeigen wollet. Habe ich nicht Recht?

Lionel ließ ſeinen Kopf hängen und gab keine Antwort.

Vance(luſtig).So, ſo, das iſt immer noch kein großes Unglück. Genug jetzt von dem erſten Brief; wie lautet der letzte?

Lionel.Noch beleidigender. Er, dieſer Verwandte, dieſer Gönner, forderte meine Mutter auf, ſie ſolle ihn mit allen Mitthei⸗ lungen über die Fähigkeiten und Verheißungen ihres Sohnes Verſchonen, denn ſo natürlich er ſolche Berichte von ihrer Seite finde, ſo haben ſie doch nur geringes Intereſſe für ihn, für ihn, den herablaſſenden Wohlthäter! Was ſeine Meinung betreffe, ſo könne ja mir die Meinung eines Mannes, den ich nie geſehen habe, vollkommen gleich⸗ gültig ſeyn. Was mein Gemüth unmittelbar berühre doch ich kann all' dieſe herben Phraſen nicht wiederholen, deren Inhalt ſich in

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