Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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ſchauten auf und ſahen, daß der nene Gegenſtand der Anziehung ein kleines Mäͤdchen war, das kaum zehn Jahre alt zu ſeyn ſchien, obſchon es in Wahrheit ſchon zwei Jahre älter war. Sie war ſo eben hinter dem Vorhang aufgetaucht, machte der Menge ihren Knirx und ſchritt jetzt mit der zierlichſten Ernſthaftigkeit, die ſich ein Kind geben kann, auf dem Vorplatz der Bühne auf und ab.Armes kleines Ding! ſagte Lionel.Armes kleines Ding! ſagte der Schuhflicker. Und wäret Ihr da geweſen, mein Leſer, ſo wette ich zehn gegen Eins, daß Ihr daſſelbe geſagt hättet. Und dennoch prangte ſie in weißem Atlas, mit beflitterten Troddeln und Rauſchgold an ihrer Jacke; und ſie trug einen Blumenkranz(ſicherlich waren die Blumen nicht ächt) auf ihren langen ſchönen Locken, wie auch glänzende Spangen(ſicherlich waren die Steine falſch) an ihren zarten Armen. Gleichwohl war Etwas an ihr, was durch all dieſen Trödelkram nicht vergemeinert werden konnte, und da derſelbe ſie nicht gemein zu machen vermochte, ſo bemitleidetet Ihr ſie darum. Sie hatte eines jener allerliebſten Geſichter, welche uns Allen, Jung und Alt, in's Herz hineinſehen. Obwohl es ihr ganz und gar nicht an Würdebewußtſein zu fehlen ſchien, ſo lag doch in ihrem Benehmen keine Frechheit, ſondern die Ungezwungenheit einer kleinen Lady neben der einfachen Unbewußtheit eines Kindes, daß in ſeiner Stellung Etwas lag, was Euch zu dem Seußzer veran⸗ laſſen konnte: Armes Ding!

Ihr ſolltet ſie ſpielen ſehen, meine jungen Herrn, ſagte der Schuhflicker;ſie ſpielt ganz außerordentlich. Aber wenn Ihr d geſehen hättet, der ſie unterrichtet hat wenn Ihr ihn noch vor einem Jahr geſehen hättet!

Wer iſt es?

Waife, Sir; vielleicht habt Ihr von Waife ſprechen gehört?

Ich muß zu meiner Schande geſtehen, nein.

Ei, wie? er hätte im Commongarden ſein Glück machen koͤnnen, aber das iſt eine lange Geſchichte. Armer Kerl! Er iſt jetzt ganz zuſammengebrochen! Aber ſie ſorgt fuͤr ihn, das liebe Herzchen