Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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achtens hat jedes Gewerbe Ideen, die ihm allein angehören. Metzger ſehen das Leben nicht an wie Bäcker, und wenn Ihr zu einem Dutzend Seifenſieder ſprecht und hernach zu einem Dutzend Grobſchmiede, ſo werdet Ihr ſehen, daß die Seifenſieder beſondere Burſche ſind und die Grobſchmiede auch.

Ihr ſeyd ein ſcharfer Beobachter, verſetzte der Mann mit der Zwilchmütze bewunderungsvoll;Eure Bemerku ug iſt für mich neu; ich möchte behaupten, daß ſie wahr ſey.

Natürlich iſt ſie es; und die Sterne haben Etwas damit zu ſchaffen, denn wenn ſie den Beruf eines Mannes befehlen, ſo verſteht es ſich, daß ſte auch dem Geiſt eines Mannes befehlen, ſich dafür fähig u machen. Nun ſitzt ein Schneider mit Andern auf ſeinem Tiſch und s iſt immer ein Geplauder unter ihnen, und ſie leſen einander die Zeitungen vor; deßhalb denkt er, wie ſeine Kameraden, kurz und gut, wie ees die Zeit mit ſich bringt, aber nicht originell, ſondern gleich mit den Seinigen. Aber, fuhr der Mann des Leders mit majeſtätiſcher Miene fort,der Schuhflicker ſitzt allein da und ſpricht mit ſich ſelbſt; und was er denkt, das geht in ſeinen Kopf, ohne durch die Zunge eines andern Mannes hineingeſetzt zu werden.

Ihr kläret mich immer mehr auf, ſagte unſer Freund mit der Naſe in der Luft, indem er ſich reſpektvoll verbeugte;ein Schneider lebt heerdenweiſe, ein Schuhflicker einſam. Diejenigen, die in Heerden leben, gehen mit der Zukunft, die Einſamen bleiben bei der Vergan⸗ genheit ſtehen. Ich begreife, warum Ihr ein Tory ſeyd, und vielleicht auch ein Poet.

Wohl ein Stück davon, ſagte der Schuhflicker, wehmüthig laͤ⸗ chelnd.Und es gibt manchen Schuhflicker, der ein Poet iſt oder wunderbare Dinge in einem Kryſtall entdeckt, während ein Schneider, Sir(mit großer Verachtung geſprochen), blos das Oberleder der Weltſohle in einer Zeitung ſieht.

Hier wurde das Geſpräch durch einen plötzlichen Zudrang der Menge gegen das Theater unterbrochen; die zwei jungen Freunde

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