Teil eines Werkes 
68-72 (1847)
Entstehung
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rend er dies letzte Wort in einem Tone unausſprechlicher Verachtung ausſprach, ſpuckte der Fleiſcher aus, als wenn er ſich ekelte.

„Mort diable! vermuthlich eine Spionin Pitts. Was ent⸗ deckten ſie?“

Ein beſſer als die uͤbrigen gekleideter Mann wandte ſich mit einem Laͤcheln um und antwortete:—„nichts Schlimmeres als einen Lieb⸗ haber, glaub' ich; aber der Liebhaber war ein Proſkribirter. Der gi-devant Marquis wurde in ihrem Zimmer verkleidet gefunden. Sie verrieth ſeinetwegen einen guten gefaͤlligen Freund des Volks, der ſie lange geliebt hatte, und Rache iſt ſuͤß.“

Der Mann, welchen wir begleiteten, zog den Kragen ſeines Mantels haſtig empor und ſeine zuſammengedruͤckten Lippen ſagten, daß ihm das Lachen ringsum Qual verurſachte.

„Sie kommen! Da ſind ſie!“ rief der Knabe im hoͤchſten Ent⸗ zuͤcken.

„Auf dieſe Weiſe erzieht man Buͤrger,“ ſagte der Fleiſcher, in⸗ dem er dem Kinde auf die Schulter klopfte und ihm eine weit beſſere Ausſicht am Rande des Wagens oͤffnete.

Die Menge wich jetzt raſch auseinander. Man erblickte den Kar⸗ ren. Ein Mann, jung und huͤbſch, ſtand aufrecht, mit untergeſchla⸗ genen Armen, in dem verhaͤngnißvollen Fuhrwerk und blickte mit kal⸗ ter Verachtung uͤber die Poͤbelmaſſe hin. Obwohl er das Kleid eines Arbeiters trug, vermochte doch der ungeubteſte Blick in ſeiner Miene und ſeinem Benehmen einen von der gehaßten„Nobleſſe“ zu entdecken, deren charakteriſtiſche Kennzeichen in der Stunde des Todes nur um ſo deutlicher hervortraten. Auf der Lippe ruhte das Laͤcheln des heitern trotzigen Leichtſinns, auf der Stirn jenes muthige, ja unbekuͤmmerte Verachten phyſiſcher Gefahr, welches die edlen Stutzerhelden des alten Regime ausgezeichnet hatte. Selbſt das grobe Kleid ward in einer gewiſſen gezierten Weiſe getragen, und das ſchoͤne Haar war ſorgfaͤltig, gleichſam fuͤr den Feſttag der Henker, geordnet. Waͤhrend