Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Erden, als ſich unſere Philoſophie träumen läßt? Ein Geiſt waltet vielleicht in der Luft, welche wir ath⸗ men; die Tiefe unſerer vorborgenſten Einſamkeit kann von unſichtbaren Weſen bevölkert ſein; unſer Aufſtehen und unſer Niederlegen wird vielleicht von Zeugen aus dem Grabe beobachtet. Auf unſeren Wanderungen fol⸗ gen uns vielleicht die Todten auf den Ferſen; bei unſe⸗ ren Feſtmahlen können ſie mit zu Tiſche ſitzen; und der froſtige Hauch des Nachtwindes, der in den Vorhängen unſeres Bettes ſpielt, kann uns eine unſeren Sinnen

nicht verſtändliche Botſchaft von Lippen bringen, welche

einſt Küſſe auf die unſerigen gedrückt! Warum über⸗ ſchleicht uns bisweilen ein Schauer, eine überwältigende und doch unerklärliche Angſt? Warum ſchaudern wir ohne Grund zuſammen und fühlen das warme Lebens⸗ blut in ſeinem Laufe ſtille ſtehen? Sind uns dann die Todten nahe? Berühren uns während ihrer Bewegungen überirdiſche Fittige? Unterhält unſere Seele einen Verkehr, welchen der Körper, wenner ihn auch fühlt, doch nicht theilt, mit der übernatürlichen Welt wird ſie theilhaftig geheimnißvoller Offenbarungen unbegreiflicher Gemeinſchaft in einer ſchauerlichen, gewaltigen Sprache, welche die fleiſchliche Scheidewand bis ins Innerſte erſchüttert, die den Geiſt von ſeinen Genoſſen trennt?

Wie fürchterlich iſt das Leben ſelbſt, welches wir leben! Wir haben unſer Daſein unter einer Wolke und ſind uns ſelbſt ein Wunder. Es gibt keinen einzigen Gedanken, der ſeine beſtimmten Grenzen hätte. Wie

Gibt es nichtmehr Dinge im Himmel und auf