Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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orſtel⸗ erſtorben. Die herabhängende Lippe, von welcher ein mor⸗ hochrother Tropfen wie Blut zu rinnen ſchien; das tod⸗ inden tenähnliche, lebloſe Auge; die ſtarre, ſchauerliche, ge⸗ nacht heimnißvolle Ruhe, welche auf dem Geſichte der Todten ie er liegt; alles dies trat gleichſam für einen kurzen e der Augenblick voll Todesſchauer aus der umſchließenden Ohr. Nebelwolke hervor und verſchwand dann eben ſo plötz⸗ die⸗ lich; der Zauber wich von ſeinen Sinnen. Mit einem der lauten Schrei ſprang er vom Bette auf. Alles war Sein ruhig. Keine Spur war übrig von dem, was er geſe⸗ iden hen. Das ſchwache Sternenlicht beſchien die Stelle, wo hien wo die Erſcheinung geſtanden hatte; auf dieſer Stelle ene; ſtand auch er. Er ſtampfte auf den Boden er war lten feſt unter ſeinen Füßen. Er betaſtete ſeinen Körper iche mmit den Händen er war wach er war nicht ver⸗ und ändert; Erde, Luft, Himmel waren um ihn wie zuvor. al⸗ Was war alſo über ſeine Seele gekommen, daß ſolcher ge⸗ Schrecken, ſolche Schwäche ſie befiel? Auf dieſe Fragen

hatte ſeine Vernunft keine Antwort. Kühn von Natur, und ſkeptiſch vermöge ſeiner Philoſophie, fand ſein

n⸗ Geiſt allmählig ſeine gewöhnliche Stimmung wieder; alt er gab keinen Vermuthungen Raum; er ſuchte es ſich n, 1 aus dem Sinne zu ſchlagen; durch natürliche Urſachen . ſuchte er die Erſcheinung, die er wirklich oder nur in d der Einbildung geſehen, zu erklären; und als er ſein 1. Blut wieder den ordnungsmäßigen Lauf nehmen

r fühlte und die kühle Nachtluft ſeinen fieberhaften Kör⸗ e per anwehte, lächelte er mit trotziger, höhniſcher Bit⸗ e terkeit über den Schrecken, der ſeinen Geiſt ſo erſchüt⸗

tert, über die Einbildung, die ihn ſo getäuſcht hatte.